TSG Eddersheim : FSG Vortaunus 31:28 (16:16) 

 

Nach der Niederlage in der Vorwoche gegen den TV Idstein sollte es an diesem Spieltag wieder zurück in die Erfolgsspur gehen. Die Woche über war gut, wenn auch nicht immer ganz vollzählig, trainiert worden und so wollte man auch ohne Trainer Henry Kaufmann (Urlaub) und Kreisläuferin Leonie (krank) wieder alles dafür tun, um die beiden Punkte daheim zu behalten.

 

Die Zuschauer sahen einen ausgeglichenen Start der Partie, stand man im Prinzip auf beiden Seiten einem nahezu unbekannten Gegner gegenüber. Bei der FSG Vortaunus spielten einige B-Jugendspielerinnen ihr erstes Spiel im aktiven Bereich. Doch das ließ sich zunächst nicht erahnen, spielten die Mädels doch trotz ihres jungen Alters sehr abgebrüht und zeigten keinerlei Scheu vor den bereits etwas erfahrenen Gastgeberinnen. So wurden konsequent die Lücken gesucht und fand sich nicht bereits für die Rückraumspielerinnen ein Weg zum Tor, schlossen die Außenspielerinnen kaltschnäuzig, mit zum Teil gewagten Würfen knapp am Kopf der Torhüterin Nadine vorbei, ab. Da es bei den Eddersheimerinnen gerade in der Anfangsphase deutlich an der Körpersprache fehlte und zudem die Absprache in der Abwehr zu wünschen übrig ließ, wurde früh das ersten Team-Timeout der TSG gelegt (Min. 6:28, 3:4). In den ersten 10 Minuten der Partie präsentierte sich ein gleichwertiger, offener Schlagabtausch, ehe sich die Eddschmer Mädels erstmals mit einem 4:0-Torelauf, nach dem 7:7 (Min. 11:13) durch die erfolgreichste Werferin der Gäste Hannah Lea Kohnagel, auf 11:7 (Min. 15:48) absetzten konnte. Nachdem in Überzahl durch Anni die Führung um ein weiteres Tor ausgebaut werden konnte wählte die Gästetrainerin Alisa Stickl ihrerseits das Team-Timeout. Bis zum 16:12 (Min. 26:48) durch Judith blieb die Führung der Eddschmerinnen aber unverändert. Die letzten drei Minuten sollten dann aber nur noch die Angriffe der Gäste erfolgreich verlaufen und mit einem Doppelschlag durch Marijana Vidovic stand es zur Halbzeit 16:16.

 

Nach dem ersten, erneut über den Kreis schön herausgespielten, Tor der Gastgeberinnen glich die flinke Mitte Lilly Geiger im darauffolgenden Angriff umgehend aus und es gelang den Gästen innerhalb der ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit stets mit einem Tor vorzulegen. Dann aber wandelten die Eddersheimer Mädels mit Hilfe eines 3:0-Torlaufes den Zwischenstand zugunsten der Hausherrinnen (22:20, Min. 36:37). Zwar gelang den Gästen im darauffolgenden Angriff erneut der Anschlusstreffer, doch im weiteren Verlauf des Spiels wurde nun konsequent eine 2-3, zwischenzeitlich gar 4-Toreführung behauptet. Es war kein Spiel in dem die Abwehr der TSG groß überzeugen konnte, zu oft taten sich leichte Lücken auf, es wurde nicht konsequent ausgeholfen und zu wenig miteinander geredet. Doch da der Angriff um Spielmacherin Lisa, mit 6 Treffern gemeinsam mit Judith erfolgreichste Werferin der Eddersheimerinnen, überzeugen konnte, war das nicht weiter schlimm. So ging ein sehr faires Spiel, mit gerade mal vier Zeitstrafen im gesamten Spielverlauf, am Ende 31:28 gewonnen und die Eddersheimerinnen festigen den 3. Platz, während es im Tabellenkeller vermutlich bis zum letzten Spieltag spannend bleibt.

 

Es spielten: N.Ramp, L.Kuptschitsch; J.Büttner, L.Walter (je 6), S.Gottfried (5), R.Grünewald (4), J.Rühl (4/3), A.Breitenfelder, L.Ullrich, N.Walter (je 2), J.Braun, S.Reitmeier

TV Idstein : TSG Eddersheim 28:23 (11:16)

Nachdem sich bereits das Hinspiel in heimischer Halle sehr eng gestaltet hatte und damals die Eddersheimer Damen II das Spiel erst in den letzten zwei Minuten mit einem klasse Endspurt hatten für sich entscheiden können, war man eigentlich vorgewarnt gewesen. Doch es gibt Tage, da reicht alle Vorbereitung und Absprache nicht, wenn man es nicht schafft, dies eben auf dem Parkett umgesetzt zu bekommen. Zudem wollten die Idsteinerinnen in heimischer Halle natürlich alles dafür tun, um sich für das Hinspiel zu revanchieren und mit Blick auf die aktuelle Tabelle zeigt sich, dass es für die Teams in der unteren Hälfte der Tabelle um jeden Punkt geht, um möglichst nicht auf einen der Abstiegsplätze zu rutschen.

 

Der Start in die Partie verlief ausgeglichen (2:3, Min. 8:15), doch da bereits früh sonst sicher genutzte Chancen im eigenen Angriff liegen gelassen wurden konnten sich die Gastgeberinnen erstmals eine knappe Führung rausspielen. Doch die TSG Mädels steckten nicht auf und stellten durch den Treffer von Judith zum 7:7 (Min. 17:35) zunächst wieder den Ausgleich her. Das Team-Timeout von Idstein rüttelte das Heimteam wach, doch wurden die angetriebenen, aggressiven Abwehraktionen durch zwei knapp aufeinander folgenden 2-Minutenstrafen geahndet (Min. 18:47 und Min. 19:16). Die Führung sollte innerhalb der ersten Halbzeit nun auch nicht mehr wechseln. Kurios hingegen die letzten fünf Minuten der ersten Hälfte: nachdem Idsteins Trainerin Yvonne Thon zunächst die Gelbe Karte und direkt darauf 2-Minuten bekam (Min. 25:40) erhielt sie zwei Minuten später die rote Karte und die Trainerin wurde somit für den Rest der Partie auf die Zuschauertribüne verband. Davon unbeeindruckt bauten die TSG Mädels ihre Führung bis zur Pause auf 11:16 aus.

Dann aber kam der unerklärliche Einbruch in Halbzeit zwei. Kamen gegen Ende der ersten Hälfte noch die flinken Rückraumspielerinnen Rabea und Sandra durch sehenswerte Einzelaktionen schwungvoll zu eigenen Torabschlüssen oder zogen Strafwürfe nach sich, die Leonie allesamt nervenstark verwandelte, hatte sich die Abwehr der Gastgeberinnen nun besser auf das gegnerische Angriffsspiel eingestellt. Nach dem 11:17 (Min. 32:30) sollten nun in den eigenen Angriffen die zündenden Ideen fehlen und lange Zeit nichts mehr funktionieren. Als wäre das nicht bereits genug brachten zwei knapp aufeinanderfolgenden 2-Minutenstrafen (Min. 36:35 und 38:46) die TSG Mädels zusätzlich aus dem Tritt. Die beiden Unterzahlsituationen waren mit nur einem Tor der Gastgeberinnen noch gut verwaltet worden, aber nach dem Team-Timeout der TSG waren es die Idsteinerinnen, die den 15:17-Rückstand drehten und bis zum zweiten (!) TSG-Treffer der zweiten Hälfte selbst in Führung gingen (20:18, Min. 47:50). Auch der folgende Anschlusstreffer durch einen gewaltigen Rückraumwurf durch Sina sollte nicht dazu führen das die Eddschmerinnen die Partie nochmal gedreht bekamen. Mit ihrem neunten von insgesamt zehn Treffern stellte Martina Ruchti im darauffolgenden Angriff wieder die 2-Toreführung für ihr Team her. In ihrem anschließenden Team-Timeout schworen sich die Idsteinerinnen nochmals auf die verbleibenden Spielminuten ein und zeigten auch bei dem letzten Versuch der TSG, durch eine offensive Deckung möglichst den Gegner unter Druck zu setzten und nochmal schnell an den Ball zu kommen, Nerven und gewannen somit am Ende verdient mit 28:23.

Es spielten: L.Kuptschitsch, N.Ramp; L.Kaufmann (8/6), S.Gottfried, (4), A.Breitenfelder, J.Büttner, S.Reitmeier, J.Rühl, L.Walter (je 2), R.Grünewald (1), N.Walter

TSG Eddersheim 2 : TSG Leihgestern 32:36 (14:18)

Im Spitzenspiel der Landesliga mussten sich die Eddschmer Damen 2 dem aktuellen Tabellenzweiten, der TSG Leihgestern, nach großem Kampf geschlagen geben. Trotz 32 erzielter Tore hatten wir das Nachsehen gegenüber einem starken Gegner, der uns in Tempo und Wurfkraft an diesem Tag überlegen war.

Obwohl die Trainingsbeteiligung in der Woche vor dem Spiel nicht ideal war, gingen wir zuversichtlich und motiviert ins Spiel. Basierend auf unserer starken Abwehr wollten wir das Spiel bestimmen und mit Tempo nach vorne spielen. Und es begann vielversprechend. Von 3:1 über 7:5 in der 13. Minute lagen wir vorne. Doch Leihgestern lies sich nicht verunsichern und ging in der 17. Minute beim 7:8 erstmals in Führung. Das Spiel lief weiterhin ausgeglichen (11:11, 22. Minute) und beide Teams schenkten sich nichts. Beim Stand von 13:14 in der 24. Minute erhöhte Leihgestern das Tempo und angetrieben von der starken Spielmacherin Olivia Reeh zog Leihgestern unterstützt durch einige leichte Ballverluste unsererseits auf 13:18 davon. Der starken Jasmin blieb es vorbehalten den Halbzeitstand von 14:18 zu erzielen.

Für Hälfte 2 hatten wir uns eine Aufholjagd vorgenommen. Jedoch hatte Leihgestern in Kristin Steinhaus die überragende Spielerin, die mit ihren 9 Feldtoren an diesem Tag den Unterschied ausmachte und in dieser Phase immer wieder mit ihrer Wurfkraft den Vorsprung für Leihgestern verteidigte. Eine doppelte Manndeckung brachte auch nicht den gewünschten Erfolg. Letztendlich brach uns die schwache Phase vor der Halbzeit das Genick, denn den dort entstandenen 4-Tore Rückstand konnten wir nicht wieder aufholen und auf weniger als 4 Tore Unterschied sind wir nicht mehr herangekommen (42. Minute 24:28). So ging das Spiel verdient mit 32:36 verloren.

Den 3. Tabellenplatz konnten wir trotzdem verteidigen und das bleibt weiterhin unser Ziel vor Augen.

„Wir haben leider in der entscheidenden Phase vor der Halbzeit zu viele individuelle Fehler gemacht und so Leihgestern davon ziehen lassen. Der starke Rückraum des Gegners ist nicht komplett auszuschalten und das Zusammenspiel Abwehr/Torwart hat nicht so gut funktioniert wie zuletzt“, kommentiert Trainer Henry Kaufmann. „Nachdem letzte Woche unsere rechte Seite stark aufspielte, war diesmal unsere linke Seite gemeinsam mit den treffsicheren Kreisläuferinnen sehr gut. Um einen Top-Gegner zu schlagen brauchen wir aber eine überdurchschnittliche Mannschaftsleistung“, so der Trainer weiter.

Es spielten: Nadine Ramp, Lena Kuptschitsch, Jasmin Rühl 13/7, Leonie Kaufmann 4, Nicole Walter 4, Judith Büttner 3, Lisa Walter 3, Annika Breitenfelder 2, Rabea Grünewald 2, Sina Gottfried 1, Lea Ullrich, Sandra Reitmeier und Janina Braun.

Nach dem freien Faschingswochenende spielen wir unser nächstes Spiel am Sonntag, den 10.03.2019, um 18 Uhr beim TV Idstein. Im Hinspiel haben wir die erste Hälfte komplett verschlafen und lagen deutlich zurück. Im zweiten Abschnitt konnten wir uns aber deutlich steigern, ließen nur noch 8 Gegentore zu und siegten am Ende verdient mit 24:21.

HSG Anspach/Usingen : TSG Eddersheim 2   17:30 (8:16)

Bei schönstem Wetter am Sonntagnachmittag führte uns der Spielplan in den schönen Taunus. Die HSG Anspach/Usingen steht chancenlos am Tabellenende und möchte - nach eigener Aussage - „die Saison irgendwie zu Ende spielen.“ Und das tat die Mannschaft dann auch anfangs recht erfolgreich. Die Damen aus Anspach starteten motiviert und führten nach 13 Minuten führte mit 6:5 gegen unsere Damen. Die TSG stand zu diesem Zeitpunkt in der Abwehr noch nicht solide und im Angriff wurde eine Torchance nach der nächsten einfach nicht genutzt. Die grüne Karte und damit verbundene Auszeit nach 13 Minuten nutzten die Eddschmer Damen für eine Neujustierung. Mit einer offensiveren Abwehr und mehr Tempo im Angriff ließen wir in den übrigen 17 Minuten der ersten Halbzeit nur noch 2 Tore zu und trafen selbst 11 Mal ins gegnerische Tor. Der Vorsprung zur Pause betrug somit 8 Tore (HSG 8:16 TSG)und ließ die Mannschaft beruhigt in die Halbzeitpause gehen.

In der zweiten Hälfte bauten wir den Vorsprung weiter aus zogen auf 10:21 davon (40. Minute) und die beiden Punkte waren gesichert. Ein schönes Ereignis bot das ansonsten glanzlose Spiel: Jetzt war auch der Zeitpunkt für das Comeback von Alessa Thiel, die nach mehr als einem Jahr Abwesenheit endlich wieder mit uns auf der Platte stehen konnte – und direkt im Spiel war! Zwei gehaltene Siebenmeter und 9 weitere Paraden standen am Ende auf Alessas Bilanz. Die restlichen Minuten des Spiels gingen glanzlos über die Bühne und am Ende wurde ein sicherer, wenn auch kein schöner Sieg eingefahren, zu dem alle Spielerinnen etwas beitragen konnten.

„Das war keine wirkliche Prüfung. Dafür war der Gegner nicht stark genug. Wir haben einiges ausprobiert und in unterschiedlichen Formationen gespielt. Dafür war das Spiel gut geeignet“ kommentiert Trainer Henry Kaufmann das Spiel. „Im Angriff und mit hohem Tempo glänzen konnten heute unsere Rechtsaußen (Anni 6, Lea 5 Tore) und Jasmin, die an der 7 Meter Linie konstant eine sichere Bank ist (10/8). Ansonsten hat mir die offensive Abwehrvariante gut gefallen, mit der wir viele Bälle erobert haben“, so der Trainer weiter.

Es spielten:

Lena Kuptschitsch, Alessa Thiel, Jasmin Rühl 10/8, Annika Breitenfelder 6, Lea Ullrich 5, Leonie Kaufmann 3,  Nicole Walter 2, Lisa Walter 1, Rabea Grünewald 1, Judith Büttner 1, Janina Braun 1, Sandra Reitmeier und Sina Gottfried.

Kommenden Samstag, den 23.02. spielen wir um 18 Uhr im Karl-Eckel-Weg gegen den Tabellen-Zweiten TSG Leihgestern. Dort haben wir zu Beginn der Saison mit 22:27 verloren, obwohl wir uns bei dem spielerisch starken Gegner bis zur 55. Minute auf Augenhöhe bewegten. Unser Ziel ist es, unsere Serie mit 6 Siegen in Folge seit November 2018 weiter auszubauen und unsere Heimbilanz weiterhin makellos zu halten.